Diese Teichpflanzen können mehr als nur schön aussehen!

Heil- und Nutzpflanzen am und im Teich

 

Ohne grün geht nichts. Pflanzen sind für den Teich von essentieller Bedeutung. Doch neben der Produktion von Sauerstoff oder der Schutzfunktion für Tiere, haben einige Teichpflanzen weitaus mehr zu bieten, als nur dekorative Aspekte. Dabei sind es keineswegs neue Erkenntnisse, die wir hier aufzeigen möchten. Das Wissen um manche Teichpflanze ist seit Jahrhunderten bekannt. Doch wissen auch Sie, was ihre Teichpflanzen noch so können? Hier sind einige ausgewählte Beispiele für Heil- und Nutzpflanzen am und im Teich:

Darunter fällt der Kalmus (Acorus calamus). Das Schilfgewächs zählt zu den genannten Heilpflanzen und besitzt eine ganze Bandbreite an gesundheitsfördernden Kräften. Besonders für den Verdauungstrakt wird ihm eine heilende Wirkung zugesprochen. Bei Magen- oder Darmkrämpfen, Magengeschwüren aber auch bei Appetitlosigkeit und Entzündungen der Mundschleimhaut kann der Kalmus eine wahre Offenbarung sein. Darüber hinaus hat er viele weitere nützliche Eigenschaften. So gilt er unter anderem als sehr stoffwechselanregend. Das Besondere, nicht die langen Blätter der Pflanze enthalten die heilende Wirkung, die Wurzel ist das Geheimnis. Diese wird getrocknet und anschließend als Tee zubereitet. Der Tee sollte jedoch in gemäßigten Mengen genossen werden. Eine zu hohe Dosierung und Einnahme von Kalmus kann gegebenenfalls zu Halluzinationen führen.

 

Auch dem Blutweiderich (Lythrum salicaria) wird eine heilende Funktion/Wirkung nachgesagt. Das lilafarbige Gewächs ist nicht nur bei Bienen, Schmetterlingen und Co. beliebt, auch wir Menschen wissen seit Jahrhunderten um die Wirkung der farbenprächtigen Pflanze. Dabei ist Blutweiderich vielseitig einsetzbar und kann sowohl als Nutz-, als auch als Heilpflanze betitelt werden. Bereits im Mittelalter wurden seine heilenden Kräfte für Hautprobleme oder zur Senkung des Blutzuckerspiegels verwendet. Daher wird ihm eine schützende Wirkung bei Diabetes Mellitus Typ 2 zugesprochen. Bei Durchfallerkrankungen wie Ruhr wirkt er antibakteriell und blutstillend, weshalb er im 19. Jahrhundert zur Behandlung der Cholera-Epidemie eingesetzt wurde. Neben seinen für den menschlichen Körper nützlichen Funktionen, wurde der Blutweiderich bereits im 16. Jahrhundert aufgrund seiner Gerbstoffe zum Gerben von Leder verwendet. Blutweiderich tritt häufig an See- oder Flussufern auf. Er benötigt feuchte bis sumpfige Böden als Wachstumsgrundlage. Am heimischen Gartenteich ist er, neben seinen nützlichen Funktionen, ein dekorativer Blickfang am Teichufer und ein Sammelpunkt vieler verschiedener Insektenarten. Zur Anwendung werden sowohl die Blüten, als auch die Wurzel der Pflanze verwendet. Je nach Beschwerde verläuft die Behandlung unterschiedlich.

 

Ein weiterer Geheimtipp der Pflanzenwelt ist das Pfennigkraut (Lysimachia nummularia), welches vielerorts auch als Münzkraut oder Pfennig-Gilbweiderich bekannt ist. Das gelbblühende Krautgewächs ist eine beliebte Zierpflanze um das Ufer eines Teiches farbenfroh zu gestalten. Ist es erst einmal auf feuchtem Boden angesiedelt, verbreitet es sich rasend schnell. Das Pfennigkraut ist ebenfalls kein unbekanntes Gewächs in der Welt der Heilkräuter. Angeblich soll es Blutungen hemmen und bei Rheuma, Schwindsucht und Husten Abhilfe leisten. Schon im Mittelalter wusste man um die Wirkung und setzte es in der Wundheilung ein.

 

Der Lotus (Nelumb) ist ein wahres Wundergewächs. Die schöne Zierpflanze aus der Familie der Wasserlilien ist in vielerlei Richtungen anwendbar. Samen, Blütenstängel, Wurzel und Früchte sind essbar und können in unterschiedliche Zubereitungsformen eingenommen werden. Aus den Fasern der Stängeln und Blättern lässt sich die besonders teure Lotusseide herstellen. Und wer kennt ihn nicht, den Lotuseffekt! Auch die Wissenschaft hat sich ihrer angenommen und erforscht die Oberflächenbeschaffenheit jener Pflanze.

 

Wer gerne Pfefferminztee trinkt, der wird sich auch über die Teichminze (Mentha aquatica)
freuen. Das Heil- und Ritualgewächs gilt als eines der ältesten der Menschheit. Es ist milder und daher bekömmlicher als ihre überwiegend bekannte Minze. Wasserminze bevorzugt feuchten schlammigen Boden als Nährstoffgrundlage und kann daher auch als Sumpfpflanze gesehen werden. Eine Einnahme von Wasserminze empfiehlt sich bei Magen- und Verdauungsbeschwerden, sowie bei Schlaflosigkeit, Durchfall oder Menstruationsbeschwerden. Für die Anwendung werden Kraut und Blätter zu Tee oder ätherischem Öl verarbeitet. Das aus der Pflanze gewonnene Öl eignet sich hervorragend zur Inhalation bei einer Erkältung. Doch auch hier heißt es, nur in Maßen konsumieren! Eine Überdosierung kann als Nebenwirkung Erbrechen hervorrufen.

Die Zubereitungsformen sind je nach Pflanzenart unterschiedlich. Daher gilt, vor Anwendung oder Verzehr sollte sich gründlich über das jeweilige Gewächs informiert werden. Oft werden fälschlicherweise ähnlich aussehende Pflanzenarten mit dem eigentlichen Gewächs verwechselt, was weitreichende Folgen haben kann.
Obwohl die Wirkungen von Kalmus und Co. der Medizin durchaus bekannt sind, finden sie heute kaum noch Verwendung und werden durch modernere Arzneimittel abgelöst. Dennoch sind ihrer Wirkstoffe effektiv und definitiv rein pflanzlich! Wer das nächste Mal eine passende Pflanze für seinen Gartenteich sucht, der darf, neben den dekorativen Aspekten, gerne auch auf die nützlichen und heilenden Kräfte der Pflanze achten.

 

©Wiechardt & Stähr

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